Bundes-Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik Klagenfurt

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Projekt: "Die Zukunft lernt im Kindergarten"

 







Gefördert vom Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Zusammenarbeit der Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP) und der Universität Klagenfurt.





Die Umwelt stellt für jedes Kind eine sehr wichtige Einflussgröße dar. Menschliches Verhalten ist keineswegs nur eine Spiegelung oder ein Produkt der Lebens- und Arbeitsvoraussetzungen, sondern auch Ergebnis der persönlichen Stellungnahme zu den Einflüssen, denen jemand ausgesetzt ist. Neue Medien, Internet, Multimedia haben binnen kürzester Zeit Einzug in unser Leben gefunden. Was im Kindergarten fehlt ist ein praktischer und sinnvoller Zugang. Gerade diesen wollen wir sehr bewusst und verantwortungsvoll planen.

Mit dem Thema "Die Zukunft lernt im Kindergarten", versuchten wir Mut zu neuen Erfahrungen zu machen, neue Handlungsstrategien zu entwickeln, Wahlmöglichkeiten wahrzunehmen, Klischees abzubauen und Kontakte zu knüpfen. Das Projekt sollte Kindergartenkinder, SchülerInnen und LehrerInnen dazu motivieren sich mit dem Computer als Medium und Werkzeug auseinander zu setzten.

Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind mit den neu entwickelten didaktischen Konzepten in die Institution Kindergarten einzuführen. Dies bedeutet, dass wir PädagogInnen uns mit unserer persönlichen Entwicklung in der technisierten Welt beschäftigen und damit neue Identifikationsformen entfalten. Ein besonderer Schwerpunkt ist es schon SchülerInnen zur Erforschung und Bewertung der Spiel-, Lehr- und Lernprogramme zu motivieren, deren Einsatz im Kindergarten zu planen und gemeinsam mit ExpertInnen diese Arbeit zu reflektieren.
Um nicht zum Spielball der Medien zu werden, ist der entsprechende Umgang damit zu erlernen. Wichtig ist nicht nur die Nutzung als Kommunikationsmittel und Informationsquelle, sondern auch die Aneignung einer kritischen Betrachtungsweise. Wie den Kindern erfolgreich Medienkompetenz vermittelt werden kann ist heute mit einem großen Fragezeichen zu versehen. Es gibt zwar schon sehr engagierte Initiativen sich mit dieser Frage zu beschäftigen und sie zu beantworten, aber auch sehr viele Ängste und darauf beruhendes Desinteresse.
Die nächste Generation wird sich der "vierten Kulturtechnik" jedoch nicht verweigern können. Wer sie nicht beherrscht wird zu den "neuen Analphabeten" gehören und die Nachteile tragen. Wird Computerkompetenz zu spät vermittelt - was mit einer "Bewahrpädagogik" in Elternhaus, Kindergarten bzw. Schule zu tun hat - kann das Kind seine Defizite nur mit einem großen Kraftaufwand nachholen. Wir sind verantwortlich dafür, dass Kinder die "von uns" geschaffenen virtuellen Welten verstehen lernen. Ein fünfjähriges Kind soll PädagogInnen dabei beobachten, wie sie professionell und verantwortungsbewusst die neuen Medien einsetzen und diese auch - wie alle anderen Dinge - schätzen. Es lernt interessiert und gerne in welcher Weise es den Computer benutzen kann - zum Beispiel um zu malen, zu spielen, Schreiben zu lernen, die spezielle Ordnungs- und Denksystematik zu durchschauen, mit anderen Menschen über dieses Gerät und die computerisierten Abläufe zu plaudern u. v. m.

Prof. Mag. Ingrid STÜFLER

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Universität Klagenfurt: Univ.-Prof. DDr. Christina Schachtner

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